Minerale sind feste, natürliche Stoffe, die gesteinsbildend sind, d. h. Minerale finden wir als Bestandteile der Gesteine. Man kennt etwa 4000 Minerale, ca. 300 nützen uns in irgendeiner Weise, aber nur ca. 3 Dutzend Minerale sind an der Bildung von Gesteinen beteiligt. Ausgehend von der Form können Sie wie man sagt, derb, d. h. ohne besondere Form oder aber mit auffällig regelmäßigen Formen, also glatten Flächen, scharfen Kanten und exakten Spitzen, auftreten. Diese Formen nennt man Kristalle. Das Gestein, in welchem solche Minerale vorkommen, ist also kristallin. Verschiedene chemische Grundstoffe ( Elemente ) sind zu einer Verbindung zusammengeschlossen und bilden so ein Mineral das sich somit durch eine chemische Formel ausdrücken lässt. Folgende Elemente gelten als Grundbausteine für die ( wichtigeren ) Minerale.
Bauesteine der Minerale
|
Chem. Zeichen |
Element |
Geläufige Zustandsform |
Häufigkeit in der Erdkruste % |
|
H |
Wasserstoff |
Sehr leichtes Gas |
0,15 |
|
C |
Kohlenstoff |
Schwarzes Pulver |
0,08 |
|
O |
Sauerstoff |
Hellblaues Gas |
47,00 |
|
F |
Fluor |
Grünes ätzendes Gas |
0,02 |
|
Na |
Natrium |
Weiches brennbares Leichtmetall |
2,5 |
|
Mg |
Magnesium |
Weiches brennbares Leichtmetall |
2,1 |
|
Al |
Aluminium |
Leichtes sprödes Metall |
8,1 |
|
Si |
Silizium |
Braunes Pulver ( Nichtmetall) |
27,00 |
|
P |
Phosphor |
Rotes Pulver (Nichtmetall) |
0,12 |
|
S |
Schwefel |
Gelbes Nichtmetall |
0,05 |
|
Cl |
Chlor |
Gelbgrünes ätzendes Gas |
0,20 |
|
K |
Kalium |
Weiches brennbares Leichtmetall |
2,60 |
|
Ca |
Calcium |
Weiches brennbares Leichtmetall |
2,60 |
|
Fe |
Eisen |
Schweres Metall |
4,9 |
|
Mn |
Mangan |
Schweres Metall |
0,06 |
Die übrigen 75 Elemente nehmen zusammen ungefähr 1% ein und kommen in Massengesteinen so gut wie nicht vor. Zu Ihnen gehöhren so bekannte wie Kupfer Zink Blei und Chrom usw. Wenige Minerale bestehen nur aus einem Grundstoff, z.B. Graphit und Diamant nur aus C – Kohlenstoff.
Entstehung und System der Minerale
Die aufgelisteten Grundstoffe ( Elemente ) bewirken allein noch nichts. Jedes Molekülteil ist durch seine elektrische Ladung fest ins Gefüge eingebunden. Diese elektrische Ladung ruft aber sehr große Anziehungskräfte hervor. Die positiv geladenen Teilchen nennt man Kation, die negativ geladenen nennt man Anion. Anion und Kation haben das Bestreben, sich zu Molekülen zu vereinigen. Man nennt diesen Vorgang Affinität. Ist diese groß, so gelingt die Verbindung rasch und ohne Zutun weiterer chemischer Wirkungen. Die Affinität spielt bei der Bildung der Mineralien, aber auch bei der Zersetzung oder Verwitterung eine große Rolle.
Versucht man die Minerale in ein System zu bekommen, so legt man das Anion zugrunde, denn die so zusammengefassten Verbindungen besitzen in vielerlei Hinsicht ähnliche Eigenschaften, während die angeschlossenen Metalle ( Kationen ) sich weniger aus das Verhalten der Minerale auswirkt.